Geschichte des RuwerweinsDie erste Besiedlung des Ruwertales fand ca. 600 v. Chr. statt. 500 Jahre später wurden die Wälder gerodet, um an diesen Stellen Reben anzupflanzen. Ein Beleg hierfür ist das Relief Winzer im Weinkontor, das im Nachbarort Mertesdorf gefunden wurde und in das 2. Jh. datiert worden ist. Der Winzer im Weinkontor ist eines der ältesten Zeugnisse für den Weinbau der Römer im Trierer Raum und ist das Gütesiegel für den Ruwerwein. Zur Zeit der Römer erlebte der Weinbau seinen ersten Höhepunkt. Die erste schriftliche Erwähnung des Ruwerweinanbaus stammt aus dem Jahr 1116. Im Mittelalter besaßen die Klöster und Adelsherren den größten Teil des Weinbaus und sorgten für die weitere Ausdehnung. Erst durch die Säkularisation während der französischen Zeit um 1803 kamen Weinberge in die Hände von Winzern. Rieslingweine von der Ruwer haben deutschen Wein einst in der Welt berühmt gemacht. Berühmte Weinlagen sind „Kaseler Nies'chen“ und „Kaseler Kehrnagel“. |
